In den kommenden Herbstferien bietet das Gemeinschaftsprojekt von Arbeiterwohlfahrt (AWO), Phoenix Hagen und Kommunales Integrationszentrum (KI) der Stadt Hagen ein Feriencamp an. Zugewanderte Kinder und Jugendliche im Alter von zehn bis 15 Jahren können in der Zeit vom 19. bis 30. Oktober neue Sportarten kennen lernen, Kontakte knüpfen und mehr über gesunde Ernährung und Sprache erfahren.
Viele zugewanderte Kinder und Jugendliche stehen in den Ferien vor der großen Herausforderung, ohne ihre Schule Deutsch zu lernen und zu üben. Stattdessen fehlen häufig soziale Kontakte und nach den Ferien beginnen die Schüler*innen wieder von vorne. Um dem entgegenzuwirken, stellt das Feriencamp Sprachförderung und Bewegung in den Mittelpunkt. Ziel ist es, die Kinder und Jugendlichen durch Sprachlernbegleiter*innen zu unterstützen und ihre bereits erworbenen Sprachkenntnisse weiter zu festigen und auszubauen.
Bewegung baut Brücken
Die Bewegungsförderung wird angeleitet von erfahrenen Übungsleiter*innen von Phoenix Hagen. Hier können die Jugendlichen zum Beispiel Basketball ausprobieren. Neben den Spielregeln, Techniken und der Freude an Bewegung geht es dabei auch um die Stärkung sozialer Kompetenzen wie Fairness, Teamgeist und das Feiern gemeinsamer Erfolge. Zusätzlich verwandelt das kanadische Lü-System durch Projektionen und Kameras die Sporthalle in ein interaktives Bewegungssystem.
„Sprache lernt man nicht nur im Klassenzimmer. Gerade in den Ferien wollen wir Jugendlichen die Möglichkeit geben, Sprache in Bewegung, im Spiel und im gemeinsamen Miteinander ganz selbstverständlich anzuwenden“, so Jana Sänger, Projektverantwortliche bei der AWO. Ausgebildete Sprachlernbegleiter*innen unterstützen das Lernen durch Gruppenarbeiten, interaktive Übungen und digitale Lernformate – von einem normalen Klassenzimmer ist dabei keine Spur zu sehen.
Über die eigenen Grenzen hinauswachsen
Ein neues schulisches und soziales Umfeld, eine neue Sprache und all das fernab von der Heimat – hier möchte das Projekt ansetzen und Kindern und Jugendlichen beim Ankommen helfen, ein offenes Ohr bieten und ihnen einen geschützten Raum bieten. Der Sport unterstützt sie dabei, Selbstbewusstsein aufzubauen, Probleme zu lösen und soziale Kompetenzen zu entwickeln und zu stärken. „Wir wollen den Jugendlichen zeigen, was in ihnen steckt. Wenn sie erleben, dass sie gemeinsam Herausforderungen meistern, Neues ausprobieren und dabei Erfolg haben können, stärkt das nicht nur ihre Sprachkenntnisse, sondern auch ihr Selbstvertrauen“, erklärt Dorothee Vogelsang vom Kommunalen Integrationszentrum.
Projekt findet bereits seit 2020 statt
Bereits zum sechsten Mal in Folge findet „Sprache in Bewegung“ statt. 2019 entstand die Idee aus den Gedanken heraus, ein Angebot schaffen zu wollen, um zugewanderten Jugendlichen zu helfen und sie auch außerhalb der Schule zu fördern. Kinder und Jugendliche sollen neue Interessen entdecken und auch über „Sprache in Bewegung“ hinaus aktiv bleiben. Gefördert wird das Projekt durch den Landschaftsverband Westfalen-Lippe. Das Angebot findet in der Grundschule Geweke (Ennepeufer 5 in 58135 Hagen) vom 19. bis 30. Oktober täglich von 10:00 Uhr bis 15:00 Uhr statt. Für Verpflegung inklusive Mittagsessen ist gesorgt. Die Anmeldung erfolgt beim Kommunalen Integrationszentrum (KI) der Stadt Hagen, beim Jugendmigrationsdienst der AWO oder über den QR-Code. Die Teilnahme ist kostenlos.
Kontakt:
Arbeiterwohlfahrt UB Hagen-Märkischer Kreis
Jana Sänger
Frankfurter Straße 89
58095 Hagen
Telefon +49 2331 3069211
Jana.saenger@awo-ha-mk.de
Kommunales Integrationszentrum
Dorothee Vogelsang
Berliner Platz 22
58089 Hagen
+49 2331 207-5566 oder -3267
Phoenix Hagen e.V.
Michael Wasielewski
Mittelstr. 4
58095 Hagen
+49 152 54019713