Im Helmut-Turck-Zentrum wird ab jetzt der Mundschutz selbst genäht

24.03.2020

In vielen Arztpraxen, Kliniken und Seniorenzentren in Deutschland wird aufgrund der Corona-Krise gerade der Mundschutz knapp. Das eine ist das Warten auf das was geschieht, das andere ist zu überlegen was getan werden kann. Dieser einfache Satz ist der Auslöser für Mitarbeiter*innen und Bewohner*innen im Helmut-Turck-Zentrum in Hagen-Helfe aus der Not eine Tugend zu machen. Warum nicht einen Mundschutz selbst herstellen.

Aus fachlicher Sicht kann ein Mundschutz auch aus Stoff angefertigt werden. Dieser muss bestimmte Anforderungen erfüllen, wie z.B., dass er atmungsaktiv sein, die Speicheltröpfchen des Maskenträgers in die Umgebung unterbinden und bei 60 Grad waschbar sein muss.

Da es derzeitig weiter schwierig bleiben wird, durchgängig ausreichend Materialien im Hygienebereich zu erhalten, kann ein Mundschutz aus Stoff eine gute Alternative darstellen. Es geht aber nicht nur um eine Schutzmaßnahme. Es geht vor allem auch um die Lebenssituation der Bewohner*innen in unserem Hause. Zurzeit sind Kontakte und Gespräche sehr wichtig, da das bestehende Besuchsverbot für viele Bewohner*innen den persönlichen Kontakt zu ihren Angehörigen abbricht. Dieser Umstand muss zusätzlich von allen Mitarbeiter*innen mit aufgefangen werden. So ist die Idee entstanden, wieder neue Kontakte unter den Bewohner*innen zu schaffen. Am besten indem man gemeinsam etwas tut und dabei reden und zuhören kann oder einfach nur dabei ist – jeder so wie er kann und möchte.

Die konkrete Umsetzung dieser Idee gestaltet sich in der Art, dass in den Aufenthaltsräumen mit Nähmaschinen genäht wird. Die Bewohner*innen machen in der Art wie sie es noch können oder schaffen mit. Ein Angehöriger einer Mitarbeiterin hat extra eine Schablone gebaut, sodass die Bewohner*innen es leichter haben, Stoffe zuzuschneiden – einfach großartig. An der Maschine nähen Mitarbeiter*innen während der Arbeit oder zuhause.

Das Ergebnis kann sich in jedem Falle sehen lassen. Grundsätzlich ersetzt dieser Mundschutz nicht die für einen Ernstfall vorzuhaltenden Mengen und Qualitäten. Aber wer weiß, wie sich die Situation rund um den Corona-Virus weiter entwickeln wird. Und ganz nebenbei kann diese Idee möglicherweise auch ein Beitrag zur Müllreduzierung im Hinblick auf das Thema Nachhaltigkeit werden.

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